Chausseestraße

Chausseestraße
Foto: F. A. Schwartz (Bild-PD-alt)
Die Chausseestraße ist die älteste Straße der Oranienburger Vorstadt im Berliner Bezirk Mitte. Mit einer Länge von etwa 1,7 Kilometern erstreckt sie sich von der Friedrichstraße im Südosten zur Müllerstraße im Nordwesten. Die Straße ist historisch bedeutsam, da sie nach 1800 als eine der ersten frühkapitalistischen Schwerindustrien Preußens entstand. Zudem wurden entlang dieser Route die ersten Eisenbahnproduktionsstätten des Landes gegründet. Die Chausseestraße ist gesäumt von vielen bemerkenswerten Bauwerken und Friedhofsanlagen, die teilweise unter Denkmalschutz stehen. Die Straße begann ursprünglich als Ruppiner Heerweg und wurde um 1800 als gepflasterte Kunststraße ausgebaut und schließlich in Chausseestraße umbenannt. Besonders erwähnenswert ist die Fassade des ehemaligen Ersten Krieger-Vereinshauses, das heute als Wohn- und Geschäftshaus genutzt wird und unter Denkmalschutz steht. Die Straße hatte über die Jahrhunderte hinweg auch industrielle Bedeutung, insbesondere im Maschinenbau, und war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein wichtiger Teil der innerstädtischen Geschäftsgegend. Nach dem Mauerbau von 1961 war ein Abschnitt der Chausseestraße für fast drei Jahrzehnte nicht zugänglich. Heute verbindet die Chausseestraße verschiedene historische und kulturelle Elemente Berlins und ist ein Beispiel für die städtebauliche Entwicklung und industrielle Geschichte der Stadt.
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