Dorothea-Schlegel-Platz
Foto: Manfred Brückels
(CC BY-SA 3.0)
Der Dorothea-Schlegel-Platz ist ein städtischer Platz im Berliner Ortsteil Mitte, benannt nach der Schriftstellerin Dorothea Friederike Schlegel. Der Platz erhielt seinen Namen am 21. Juni 2005 und ist von mehreren wichtigen Straßen und dem Bahnhof Friedrichstraße sowie dem Reichstagufer mit der Spree umgeben.
Ehemals durch die Grünfläche eines Wintergartens geprägt, bietet der Platz heute Eingänge zur U-Bahn-Linie U6 und zur unterirdischen S-Bahn-Strecke. Seine Gestaltung ist durch eine monotone Oberfläche aus Beton und Granit gekennzeichnet, flankiert von 13 Kastanienbäumen. An der Westseite steht der Brunnen „Kleine Liebessäule“, der von dem Künstler Achim Kühn zwischen 1981 und 1983 geschaffen wurde und als Zeichen der Versöhnung zu West-Berlin gedacht ist. Seit dem 16. Juli 2004 ist eine Kopie des Brunnens auf dem Platz installiert.
Von historischer Relevanz ist das 2008 eingeweihte Denkmal unter dem Titel „Züge ins Leben – Züge in den Tod“. Es erinnert an 10.000 jüdische Kinder, die in den Jahren 1938 und 1939 vor dem Holocaust gerettet werden konnten. Somit vereint der Dorothea-Schlegel-Platz literarisches Erbe mit der tragischen Erinnerung an die Verfolgung während des Holocausts.
historisch
gedenkort
denkmal
juedische-geschichte
literaturort
Fakten
- year
- 2005
- title
- Dorothea-Schlegel-Platz
- location
- Berlin, Mitte
- Benennung des Platzes am 21. Juni 2005 nach der Schriftstellerin Dorothea Friederike Schlegel.
- Der Platz entstand durch die Bebauung der Grünfläche des ehemaligen Wintergartens.
- Er wird von mehreren Straßen und dem Bahnhof Friedrichstraße sowie der Spree begrenzt.
- Auf dem Platz befinden sich Eingänge zum Bahnhof Friedrichstraße, zur U-Bahn-Linie U6 und zur S-Bahn.
- Gestaltung des Platzes mit Beton- und Granitoberfläche und 13 Kastanienbäumen.
- An der Westseite des Platzes steht der Brunnen 'Kleine Liebessäule', geschaffen von Achim Kühn zwischen 1981 und 1983.
- Der Brunnen wurde ursprünglich im Wintergarten installiert, später gestohlen und eine Kopie steht seit 16. Juli 2004 auf dem Platz.
- Am 30. November 2008 wurde ein Denkmal für 10.000 jüdische Kinder, die mit 'Kindertransporten' gerettet wurden, aufgestellt.