Fehrbelliner Platz
Foto: Doris Antony, Berlin
(CC BY-SA 3.0)
Der Fehrbelliner Platz ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt im Berliner Ortsteil Wilmersdorf, benannt nach der Schlacht bei Fehrbellin von 1675. Diese Schlacht markierte den Rückzug schwedischer Truppen aus Brandenburg und hatte historische Bedeutung für die Region.
Nach der Eingemeindung Wilmersdorfs in Groß-Berlin im Jahr 1920 erlebte der Platz eine Entwicklung hin zu einem Zentrum für flächenintensive Verwaltungsneubauten, begünstigt durch vergleichsweise niedrige Bodenpreise und einen bestehenden U-Bahn-Anschluss seit 1913. In den 1920er Jahren wurde der Platz als hufeisenförmiger Stadtplatz projektiert. Ein Architekturwettbewerb 1934 führte zur Gestaltung durch Otto Firle, dessen Entwurf den Ensemblecharakter der Platzrandbebauung betont.
Die Architektur der Verwaltungsgebäude am Platz zeigt typische Merkmale des Zeitraums, einschließlich der architektonischen Stile des Nationalsozialismus. Heute bleibt der Fehrbelliner Platz eine Schlüsselstelle im Berliner Verkehrsnetz und ist ein Beispiel für die städtebauliche Entwicklung Berlins im 20. Jahrhundert. Er ist sowohl für die Verkehrsinfrastruktur als auch für die Stadtgeschichte von großer Bedeutung.
historisch
ddr-architektur
stadtgeschichte
wiederaufbau
nationalsozialismus
Fakten
- year
- 1675
- title
- Fehrbelliner Platz
- location
- Berlin, Wilmersdorf
- Benannt nach der Schlacht bei Fehrbellin von 1675.
- Die Stadt Wilmersdorf wurde 1920 in das neu gegründete Groß-Berlin eingemeindet.
- U-Bahn-Anschluss seit 1913.
- 1934 Wettbewerb zur Gestaltung des Platzes, gewonnen von Otto Firle.
- Das Verwaltungsgebäude Fehrbelliner Platz 1 wurde 1935/1936 erbaut.
- 1936 wurde das Haus für den Deutschen Versicherungskonzern an der Südseite des Hohenzollerndamms fertiggestellt.
- 1935-1938 entstand die ehemalige Reichsgetreidestelle am Fehrbelliner Platz 3.
- Der Fehrbelliner Platz 4 wurde von 1941 bis 1943 erbaut und diente nach dem Krieg als Hauptquartier der britischen Besatzungsmacht.
- U-Bahn-Linien U3 (seit 1913) und U7 (seit 1971) kreuzen sich am U-Bahnhof Fehrbelliner Platz.