Mollstraße

Mollstraße
Foto: Hartmut Reiche (CC BY-SA 3.0 de)
Die Mollstraße in Berlin ist eine bedeutende Verkehrsstraße, die als Verlängerung der Torstraße verläuft und den Alexanderplatz mit dem Platz der Vereinten Nationen verbindet. Ihre Gesamtstrecke beträgt 850 Meter und sie spielt eine zentrale Rolle im Berliner Stadtverkehr. Die Mollstraße stellt die Grenze zwischen den Ortsteilen Mitte im Süden und den Ortsteilen Prenzlauer Berg sowie Friedrichshain im Norden dar. Die heutige Form der Mollstraße entstand in den 1960er Jahren, als zur Entlastung des Alexanderplatzes vom Durchgangsverkehr eine Nordtangente festgelegt wurde. Der Name wurde am 9. August 1963 eingeführt, zu Ehren von Joseph Moll, einem Mitglied des Bundes der Kommunisten. Historisch entspricht die Lage der Mollstraße dem Süden der ehemaligen Königstadt, die 1920 bei der Bildung von Groß-Berlin aufgeteilt wurde. Der Straßenverlauf hat sich seit den 1960er Jahren geändert, um der städtischen Entwicklung Rechnung zu tragen. Bedeutende Gebäude an der Mollstraße, darunter das Königstadt-Carrée und das Hochhaus Mollstraße 1, spiegeln die architektonischen Veränderungen Berlins wider. In der Gegenwart ist die Mollstraße nicht nur eine Schlüsselstraße im Verkehrsnetz, sondern auch ein Beispiel für die städtebauliche Entwicklung der Stadt im 20. Jahrhundert. Sie bleibt ein zentraler Knotenpunkt in der urbanen Landschaft Berlins.
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