Niederkirchnerstraße
Foto: Jörg Zägel
(CC BY-SA 3.0)
Die Niederkirchnerstraße ist eine bedeutende Straße im Berliner Ortsteil Mitte, an der Südgrenze zum Bezirk Kreuzberg. Sie ist nach Käthe Niederkirchner benannt, einer kommunistischen Widerstandskämpferin gegen das nationalsozialistische Regime. Ursprünglich als Prinz-Albrecht-Straße bekannt, wurde sie von 1933 bis 1945 zur zentralen Adresse des nationalsozialistischen Staates, in der die Gestapo, das Reichssicherheitshauptamt und die SS ihren Sitz hatten.
Die Entwicklung der Straße begann in den 1870er Jahren. Sie wurde als Verbindung zwischen der Wilhelmstraße und der Akzisemauer angelegt, und ihre Lage spiegelt die unmittelbare Nähe zum politischen Zentrum Berlins wider. Während des Zweiten Weltkriegs blieben die Gebäude auf der Nordseite weitgehend unzerstört, während die Südseite stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Von 1961 bis 1989 verlief entlang der Straße die Berliner Mauer, die das Ost-Berlin vom West-Berlin trennte. Heute wird die Niederkirchnerstraße als ein Ort wahrgenommen, der sowohl architektonische als auch historische Bedeutung besitzt, insbesondere im Kontext des Widerstands gegen den Nationalsozialismus und der politischen Geschichte Berlins.
historisch
kriegsgeschichte
teilung-berlins
gedenkort
mahnmal
juedische-geschichte