Rankestraße (Berlin)

Rankestraße (Berlin)
Foto: Fridolin freudenfett (Peter Kuley) (CC BY-SA 3.0)
Die Rankestraße ist eine bedeutende Wohn- und Geschäftsstraße in der Berliner City West. Sie wurde 1888 nach dem Historiker Leopold von Ranke angelegt und ist etwa 600 Meter lang. In den 1920er und frühen 1930er Jahren entwickelte sie sich zu einem Zentrum der modernen Kunst und Kultur, geprägt von einer lebendigen künstlerischen Bohème. Lokale wie „Schwanneckes Weinstuben“ wurden frequentiert von prominenten Künstlern und Schriftstellern dieser Zeit. Die Rankestraße war auch Zeugin der dunklen Kapitel der Geschichte Berlins, als im Zweiten Weltkrieg viele Gebäude zerstört wurden und der Holocaust viele ihrer Bewohner traf. Heute ist die Rankestraße eine weniger auffällige Seitenstraße der Tauentzienstraße, geprägt von Wohnnutzung und kleinen Gewerben. Sie bleibt jedoch ein wichtiger Teil der städtischen Identität Berlins und spiegelt die gesellschaftlichen Veränderungen und die historische Transformation urbaner Räume wider.
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