Reichpietschufer

Reichpietschufer
Foto: Unknown (CC BY-SA 3.0)
Das Reichpietschufer ist eine Uferstraße in Berlin, die sich entlang des Landwehrkanals erstreckt und die Ortsteile Kreuzberg und Tiergarten miteinander verbindet. Es verläuft von der Von-der-Heydt-Straße im Westen bis zum Halleschen Ufer im Osten. Der Name der Straße wurde am 31. Juli 1947 zu Ehren von Max Reichpietsch vergeben, einem wichtigen Organisator der Antikriegsbewegung unter deutschen Matrosen im Jahr 1917. Historisch bietet das Reichpietschufer eine Verbindung zwischen bedeutenden Ereignissen in der deutschen Geschichte und der städtischen Architektur. Die Straße war ursprünglich 1831 als Grabenstraße angelegt und wurde in der Vergangenheit mehrfach umbenannt, unter anderem nach Königin Augusta und Alfred von Tirpitz. Die Bebauung des Reichpietschufers zeichnet sich durch geschlossene städtische Dichte aus, mit Denkmälern wie dem Bendlerblock und dem Shell-Haus. Zudem beherbergt die Straße Einrichtungen wie das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Insgesamt ist das Reichpietschufer nicht nur ein geografisch, sondern auch historisch bedeutender Ort, der zur kulturellen Identität Berlins beiträgt.
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